Pressemitteilung Herausgeber: ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V.

Ingenieurverbände fordern eindeutige Berufsbezeichnungen, die akademische Abschlüsse nicht entwerten!

03.07.2019

Der Zentralverband der Ingenieurvereine (ZBI) begrüßt die geplante Modernisierung der beruflichen Aus- und Fortbildung sowie die Aufwertung von beruflichen Abschlüssen der Fortbildungsstufen. Allerdings muss trotz Vergleichbarkeit innerhalb des Deutschen Qualitätsrahmens ein Studienabschluss auch als solcher eindeutig erkennbar sein. Die aktuell von der Bundesregierung im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens dem Bundesrat zugeleiteten Vorschläge für Berufsbezeichnungen führen jedoch zu gravierenden Missverständnissen. Berufsabschlussbezeichnungen der Fortbildungsstufen wie „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ suggerieren, dass sie höherwertiger seien als die international einheitlichen Studienabschlüsse Bachelor und Master, was jedoch nicht der Fall ist.

Der ZBI begrüßt daher die Stellungnahme des Bundesrates, diese Bezeichnungen eindeutiger zu formulieren und fordert zugleich die Bundesregierung und insbesondere das federführende Bundesministerium für Bildung und Forschung auf, im weiteren Verlauf des Verfahrens geeignete Vorschläge für die Bezeichnungen der Fortbildungsstufen vorzulegen, die weder zu Verwechselungen noch zu Entwertungen der akademischen Studienabschlüsse führen!

Über den ZBI: Der ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. ist ein Spitzenverband im Bereich des Ingenieurwesens. Zu seinen Mitgliedern gehören Ingenieurvereine und Organisationen, die sich mit dem Ingenieurwesen befassen. Der ZBI bündelt die Interessen und Belange seiner Mitgliedsverbände mit über 50.000 Ingenieuren und vertritt sie gegenüber Politik und Gesellschaft. Präsident ist Dipl.-Ing. Wilfried Grunau aus Edewecht.

www.zbi-berlin.de

Verantwortlich: Dipl.-Ing. Heinz Leymann, Vizepräsident

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