IfKom gratulieren Professor Dr. Mojib Latif zur Auszeichnung mit dem GOLDENEN LOT durch den Verband Deutscher Vermessungsingenieure (VDV)

05.10.2021

Prof. Dr. Mojib Latif wurde am 1. Oktober in Köln mit dem GOLDENEN LOT des Verbandes Deutscher Vermessungsingenieure (VDV) ausgezeichnet. 

 

Latif zählt zu den bekanntesten Klimaforschern und ist u. a. Präsident der Deutschen Gesellschaft Club of Rome. Mit dem GOLDENEN LOT würdigt der VDV Latifs außergewöhnliches Engagement als Klima- und Ozeanforscher und sein unermüdliches Mahnen und Werben für eine nachhaltige Umwelt. 

 

„Mojib Latif war und ist ein eindringlicher Mahner für einen nachhaltigen Klimaschutz und in seinem Engagement absolut beispielgebend. Er verfügt über einen sehr weiten Zielhorizont und ist mit einer der treibenden Kräfte dafür, dass wir einen dringenden und konsequenten Wandel unserer Klimapolitik brauchen“, brachte VDV-Präsident Wilfried Grunau in seiner Begründung für die Auszeichnung zum Ausdruck. 

 

Prof. Latif mahnt mit unermüdlicher Schaffenskraft seit vielen Jahren an, den Klimawandel ernst zu nehmen und setzt sich aktiv für die Entwicklung und Umsetzung langfristiger Strategien ein. Die Rückführung der Treibhausgase bis Mitte des Jahrhunderts steht dabei als eines der wichtigsten Ziele im Fokus. Weltpolitisch stehen die Zeichen dafür zwar denkbar schlecht, gleichwohl bleibt der renommierte Wissenschaftler nach eigenen Worten ein „hoffnungsloser Optimist“: „Wir müssen zeigen, dass es möglich ist, dem Klimawandel mit Hilfe der sauberen Energien Herr zu werden. Denn das Klimaproblem ist letzten Endes ein Energieproblem – und mit sauberer Energie können wir es auch lösen. Deutschland hat weltweit die besten Ingenieure und kann hier einen wichtigen Beitrag leisten. Und wenn wir es hinkriegen, dann werden alle anderen es auch nachmachen“, betonte Latif und fügte hinzu. „Aber: wir dürfen nicht nur Vorschläge machen, sondern müssen jetzt endlich handeln!“

 

Zu den Gratulanten gehörte auch der IfKom-Bundesvorsitzende Heinz Leymann. Die IfKom unterstützen die Aktivitäten von Prof. Dr. Latif. Insbesondere wir Ingenieurinnen und Ingenieure haben eine hohe ethische Verantwortlichkeit dem Menschen und seinem natürlichen Lebensraum gegenüber. Die endlichen Ressourcen unserer Erde stoßen unaufhörlich an ihre Grenzen. Folglich müssen wir unser ingenieurmäßiges Handeln unter diesem Aspekt stets kritisch hinterfragen. Es muss das Ziel sein, im Sinne einer sozial- und naturverbundenen Verantwortung ein qualitatives Wachstum zu erreichen, das das quantitative nur auf Profit orientierte Wachstum längerfristig eliminiert. 

 

Aus der Sicht der IfKom bedarf es in diesem Kontext gerade für Ingenieurinnen und Ingenieure einer stärker auf Managementaufgaben vorbereitenden Ausbildung, bei der möglichst praxisnah aufgezeigt wird, wie komplex unternehmerische Entscheidungen im Spannungsfeld von wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Zielsetzungen sind. Das heißt, die nachhaltige Ingenieurkompetenz darf nicht nur auf Wirtschaftswachstum ausgerichtet sein. Ingenieurkompetenz muss bedeuten, die richtigen Unternehmensentscheidungen zu treffen mit dem Ziel, Klimaschutzkonzepte umzusetzen mit dem Prozess des Technikwandels, der Effizienzsteigerung und einer intelligenteren Produktionssteuerung. Diesbezüglich unterstützen die IfKom den Leonardischen Eid von Prof. Dr. Dreher vom Forschungsinstitut für nachhaltige Ausbildung von Führungskräften(FinAF), der lautet:

 

Eine jede Ingenieurausbildung muss sicherstellen,

 

dass Ingenieurinnen und Ingenieure darin gebildet werden,

ihre fachlich basierten Gestaltungsmöglichkeiten einzubringen,

um ihrer hohen Gestaltungsverantwortung anhand der Prinzipien

 

der ethischen Legitimierbarkeit,

der Nachhaltigkeit und

der gesellschaftlichen Kontrollierbarkeit

gerecht zu werden.“

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V. l. n. r.: Mathias Stein (MdB), Prof. Dr. Mojib Latif, Wilfried Grunau, Heinz Leymann (Foto: Hendrik Grunau)
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