IfKom Preisträger

IfKom-Förderpreis an der Hochschule Esslingen im WS 2014/15

26.04.2015

Visuelle Fahrerrückmeldung für ein hoch automatisiertes Fahrzeug 

Vernetzte Fahrzeuge die alleine fahren, das ist die schöne neue Autowelt – inklusive der Verbesserung der Verkehrssicherheit. Manuel Richter hat sich in seiner Bachelorarbeit damit auseinandergesetzt, dem Fahrer eines autonomen fahrenden Autos laufend Echtzeitinformationen zu geben, die diesem das Gefühl vermittelt, die „Kontrolle“ über das Fahrzeug zu haben. 

Titel: „Entwurf und Umsetzung einer visuellen Fahrerrückmeldung für ein hochautomatisiertes Fahrzeug mit Augmented Reality System“.

Unter Augmented Reality versteht man allgemein die Anreicherung der Realität durch künstliche, virtuelle Inhalte. Beispiel: Vielen dürfte die virtuelle Abseitslinie bei Fußball-Übertragungen bekannt sein. Fußballfans wollen diese nicht mehr missen.

Ziel der Bachelorarbeit von Manuel Richter ist nun der Entwurf und die Umsetzung einer visuellen Fahrerrückmeldung für ein hoch automatisiertes Fahrzeug mit Augmented Reality System. Die Rückmeldung erfolgt über ein kontaktanaloges Head-up Display (kHUD). Das Head-up-Display ist ein Anzeigesystem, bei dem der Nutzer seine Kopfhaltung bzw. Blickrichtung beibehalten kann, weil die Information in sein Sichtfeld, also in die Frontscheibe projiziert wird. Ein kontaktanaloges Head-Up Display ist eine Weiterentwicklung des normalen HuD und ermöglicht die virtuelle Markierung von realen Objekten in der Umwelt.

Beispiel hierfür ist die Einblendung von Navigationsinformationen als farblich markierte Fahrspur auf der Frontscheibe, deckungsgleich mit der tatsächlichen Fahrspur. Realität und virtuelle Information verschmelzen zu einem Gesamtbild.

Im Rahmen der Bachelorarbeit von Manuel Richter wurde nun ein bestehender Prototyp um zwei weitere Leistungsmerkmale erweitert: 

 

  • Eine Fahrerrückmeldung für erkannte Verkehrszeichen (z.B. Geschwindigkeitsbegrenzungen) und
  • eine Fahrerrückmeldung, die vorausfahrende Fahrzeuge markiert und den aktuellen Sicherheitsabstand in Echtzeit darstellt.

 

 

Wichtig hierbei ist, dass die Visualisierungen erwartungskonform sind und so gewählt werden, dass sie dem Fahrer nicht zusätzlich erklärt werden müssen. Die dafür notwendige Interaktion zwischen Fahrer und Regelanlage wurde im Rahmen der Bachelorarbeit entworfen, implementiert und anschließend auf Gebrauchstauglichkeit und Benutzerfreundlichkeit geprüft.

Die Bachelorarbeit wurde vom Dekan der Fakultät Informationstechnik, Prof. Dipl.-Ing. Jürgen Nonnast aufgrund der herausragenden Ausarbeitung für preiswürdig eingestuft. Der Vorsitzende des IfKom-Bezirks Württemberg, Dipl.-Ing. Michael Ashauer, überreichte dem frischgebackenen Bachelor of Engineering, Manuel Richter den IfKom-Förderpreis im Rahmen der feierlichen Zeugnisüberreichung im Februar 2015 und gratulierte ihm für seine herausragende Leistung. 

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Foto: v.l.n.r.: Dekan Prof. Nonnast, Bachelor of Engineering Manuel Richter, Michael Ashauer (Bild: Fotograf Yunus Cayli)
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