IfKom Preisträger

IfKom-Förderpreis an der Hochschule Esslingen

27.01.2016

Bachelorarbeit zur Datenübertragung von dynamisch anwachsenden Datenblock-Ressourcen… "was passiert bei einem Verbindungsabbruch des Funksystems?"

In der Veröffentlichung „The Computer for the 21st Century“ [1] beschreibt Mark Weiser mit den Worten „Ubiquitous computing“ 1991 zum ersten Mal den Grundgedanken einer rechnergestützten zukünftigen Welt. In dieser Zukunftswelt sollen herkömmliche Computer durch intelligente Geräte, die den Menschen unmerklich bei seinen Aktivitäten unterstützen, abgelöst werden.

Ein aktuelles Beispiel für intelligente Geräte stellt in diesem Zusammenhang eine Smartwatch dar. Eine Smartwatch ist eine Uhr, die durch eine Computereinheit erweitert wurde und am Handgelenk getragen werden kann. Diese Kombination aus Armbanduhr und Computer ermöglicht dem Nutzer z.B. über neue Nachrichten auf dem Handy informiert oder bei seinen Sportaktivitäten unterstützt zu werden.

Beschäftigt man sich näher mit den technischen Rahmenbedingungen, so trifft man auf das Thema „Internet of Things“. In diesem Konzept „kommunizieren Dinge, intelligente Objekte, Smart Objects, miteinander“. [2] Dabei ist der Begriff „Dinge“ weit gefasst und kann im Kontext mit Personen und Tieren, Haushaltsgeräten, Kraftfahrzeugen, medizinischen Geräten, Computern, Sensoren, Stromnetze und vielen anderen Objekten stehen. [2] „Jeder einzelne Gegenstand eines Internet of Things ist eindeutig durch eine Internetadresse (URL) gekennzeichnet und kann über das Internet angesprochen werden und mit angeschlossenen Informationssystemen interagieren“. [2] Bei der Interaktion zwischen Informationssystemen und intelligenten Geräten ist eine effiziente Datenübertragung essentiell, das Übertragungsmedium z.B. GPRS kann nur eine begrenzte Bandbreite für die Datenübertragung bereitstellen.

Ziel der Bachelorarbeit von Alexander Ehni war es, einen neuen Ansatz für eine effiziente Machine to Machine (M2M) Übertragung von dynamisch anwachsenden Datenblock-Ressourcen (Opaque Ressourcen des LWM2M Protokolls) im IOT Umfeld zu erarbeiten.

Die derzeitige Problematik bei der Übertragung innerhalb des Lightweight Machine to Machine (LWM2M) Protokolls besteht darin, dass bei einer Erweiterung von Datenblock-Ressourcen (Opaque Ressourcen des LWM2M Protokolls) oder bei einem Verbindungsabbruch des Funksystems während einer Übermittlung, die gesamte Ressource erneut gesendet werden muss und dies das begrenzte Übertragungsmedium bei großen Datenmengen stark belastet.

Daher wurden die speziellen Eigenschaften des Lightweight Machine to Machine Protokolls mit den Eigenschaften des Constraint Application Protokolls verbunden, sodass bei einem Verbindungsabbruch die Möglichkeit besteht, die Übertragung der dynamisch anwachsenden Datenblock-Ressource an der letzten bekannten Datenstelle fortzusetzen und diese zur Entlastung des Übertragungsmediums effizient zu übermitteln.

Die Hochschule Esslingen hat im Sommersemester 2015 diese herausragende Bachelorarbeit zur Auszeichnung empfohlen und der
IfKom-Bezirk Württemberg hat sie mit dem IfKom-Förderpreis prämiert. Der Vorsitzende des IfKom-Bezirks Württemberg, Dipl.-Ing. Michael Ashauer überreichte dem frischgebackenen Bachelor of Engineering, Herrn Alexander Ehni den IfKom-Förderpreis im Rahmen der feierlichen Zeugnisüberreichung und gratulierte ihm für seine herausragende Leistung.

[1] Weiser Mark, The Computer for the 21st Century, Veröffentlichung Scientific American [1991
[2] IT Wissen,IoT (Internet of things),
http://www.itwissen.info/definition/lexikon/Internetof-things-IoT-Internet-der-Dinge.html

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v.l.n.r: Prof. Nonnast, Alexander Ehni und Dipl.-Ing. Michael Ashauer
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