IfKom-Forderungen

Die IfKom setzen sich für die Entwicklung und die Verwendung ressourcenschonender und umweltgerechter Technologien ein. Deren Nutzen kann aber nur in einem entsprechenden nationalen und internationalen Rechtsrahmen zum Tragen kommen. Die regulatorischen Rahmenbedingungen müssen die Klimaschutzziele unterstützen und dabei gleiche Wettbewerbsbedingungen sicherstellen.

Das Pariser Klimaschutzabkommen setzt das völkerrechtlich verbindliche Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen, möglichst sogar auf unter 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Dazu soll in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts Treibhausgasneutralität erreicht werden. Das macht eine globale Energiewende nötig. Außerdem sollen die weltweiten Finanzflüsse am Ziel einer klimafreundlichen Entwicklung ausgerichtet werden.

Die IfKom unterstützen diese Ziele. Ingenieure werden mit ihrem Fachwissen und ihren Managementkompetenzen zur Erreichung der Ziele beitragen.

1. Digitalisierung für Klimaschutz und Umwelt nutzen

IKT-Technologien könnten die globalen CO2-Emissionen bis 2030 gegenüber jetzigen Prognosen um 20 Prozent senken. So könnte trotz Wirtschaftswachstums, das eigentlich mit mehr Emissionen einhergeht, das Niveau von 2015 gehalten werden (Quelle: Studie „Smarter 2030“ der Global e-Sustainability Initiative - GeSI). Die digitale Transformation muss daher von der Wirtschaft und der Politik weiter aktiv vorangetrieben werden.

2. Rechtssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen

Die Politik muss die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, um Entwicklung und Einsatz von digitalen Innovationen zu fördern. Im Zuge der Globalisierung und des internationalen Wettbewerbs müssen mindestens europaweit einheitliche Regelungen gelten, auch um Arbeitsplätze zu sichern.

3. Smart Meter – Nutzen muss Kosten übersteigen

Mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende soll der Einsatz intelligenter Stromzähler gefördert werden. Die intelligenten Messsysteme sollen dabei helfen, das schwankende Stromangebot aus Erneuerbaren Energien mit der Stromnachfrage in Einklang zu bringen. Die IfKom fordern dazu eine Verpflichtung der Stromanbieter, flexible Tarife anzubieten. Außerdem muss der Verbraucher zeitnah über eine geeignete Kommunikationsschnittstelle Informationen zu seinem Stromverbrauch und Tarif erhalten, um reagieren zu können.

4. Autonomes Fahren fördern

Deutsche Ingenieurskunst hat im Bereich der Mobilität die Voraussetzungen für modernes Leben und wirtschaftliches Wachstum geschaffen. Selbstfahrenden Autos müssen sicher unterwegs sein. Ihre Vernetzung untereinander und mit der Infrastruktur muss Staus vermeiden und damit den Treibstoffverbrauch deutlich verringern. An die Datenübertragung (Latenz, Bandbreite, Ausfallsicherheit), die Datensicherheit (Hackerangriffe) und den Datenschutz (Speicherung und Verarbeitung persönlicher Daten) werden hohe Anforderungen gestellt, die erfüllt werden müssen. Haftungsfragen müssen eindeutig und rechtssicher geklärt sein. Die technischen Lösungen müssen in Deutschland umfangreich getestet werden können. Die rechtlichen Grundlagen hierfür sind zügig zu schaffen.

5. Industrie 4.0 und Internet der Dinge standardisieren und sicher machen

Industrie 4.0 kann ein Wachstums- und Innovationstreiber sein, der zu weiteren Produktivitätsschüben führt. Dies sichert die Wettbewerbsfähigkeit, stärkt die Fertigung in Deutschland und ist Grundlage für positive Einkommensentwicklungen der Beschäftigten. Industrie 4.0 muss durch intelligente Vernetzung von Maschinen eine ressourcenschonende und damit umweltfreundlichere Produktion ermöglichen. Die Digitalisierung und Vernetzung vieler Geräte untereinander benötigt jedoch Standards und ein hohes Maß an IT-Sicherheit. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sind stärker zu informieren und zu fördern.

6. Unternehmen in Nachhaltigkeitsfragen stärken

Mit rechtlichen Regelungen, Fördermöglichkeiten von Projekten und weiteren Informationen und Hilfestellungen müssen die Kleinen und Mittleren Unternehmen in Deutschland in Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen unterstützt werden. Als positives Beispiel sei die VDI-Richtlinie 4070 genannt, die eine Anleitung zum nachhaltigen Wirtschaften in kleinen und mittelständischen Unternehmen beinhaltet.

7. Umweltkompetenz in der Ingenieurausbildung verbessern

Neben der Fachkompetenz muss ein Ingenieurstudium auch Nachhaltigkeits- und Umweltaspekte berücksichtigen. Ingenieure als Fach- und Führungskräfte müssen bei ihrer Tätigkeit diese Aspekte stets berücksichtigen. Daher ist es für jede Ingenieur-Fachrichtung wichtig, Umweltthemen als integralen Bestandteil des Curriculums im gesamten Fächerkanon zu implementieren.

Die IfKom sehen diese Forderungen als wichtigen Teil ihres gesellschaftspolitischen Engagements und der Verpflichtung der Ingenieure an, verantwortlich mit Ressourcen umzugehen. Die im Verband zusammengeschlossenen Ingenieure für Kommunikation setzen sich auf allen Ebenen für diese Ziele ein.

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