Presseinfo

90 Jahre IfKom: Ingenieurmangel wieder aktuell – Ausbildung in Deutschland muss attraktiv bleiben!

10.10.2013

Seit nunmehr 90 Jahren, als in Berlin der Vorgänger des Verbandes IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V. gegründet wurde, begleitet das Thema Ingenieurmangel kontinuierlich die Verbandsarbeit, wenn auch in unterschiedlicher Intensität. Nur allzu verständlich, dass der im Jahr 1923 als „Verband der Ingenieure bei der Deutschen Reichspost“ gegründete Berufsverband von Kommunikationsingenieuren damals wie heute ein besonderes Augenmerk auf die qualifizierte Ingenieurausbildung legt.

Rund 900.000 Beschäftigte verzeichnet die Informations- und Kommunikationsbranche (ITK) insgesamt. Darunter viele hoch qualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure. Aber trotz aller Pressemeldungen über Arbeitsplatzabbau bei großen Konzernen: 43.000 IT-Experten fehlen derzeit insgesamt. Rund 15.000 Stellen speziell für Ingenieure sind in diesem Bereich als offen gemeldet, die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen. Auf einen arbeitslos gemeldeten Ingenieur kommen fast vier offene Stellen. Dies zeigt den aktuellen Bedarf an gut ausgebildetem Ingenieurnachwuchs in der ITK sehr deutlich.

„Bei allen Möglichkeiten, die uns der europäische Binnenmarkt oder die Globalisierung bieten, dürfen wir jedoch das stets gute Qualitätsniveau der Ingenieurausbildung in Deutschland nicht in Frage stellen“, so der IfKom-Bundesvorsitzende Heinz Leymann. Leymann ist auch Mitglied der Registerkommission für die „engineering-card“, die die internationale Vergleichbarkeit von Ingenieurabschlüssen gemäß der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie dokumentieren und dem Ingenieur grenzüberschreitende Arbeitsmöglichkeiten bieten soll.

Die Ingenieurausbildung an den deutschen Hochschulen ist attraktiv, die Hochschulen bieten einen praxisnahen Bezug auf wissenschaftlicher Basis. Dieses Niveau muss gehalten und, wo möglich, verbessert werden. Die IfKom setzen sich für eine anforderungsgerechte Studiengestaltung ein, die neben natur- und technikwissenschaftlichen Inhalten auch Kreativität, vernetztes Denken und andere Managementfähigkeiten fördern. Die IfKom fordern daher eine ausreichende Mittelausstattung der Hochschulen, um Lehr- und Lernmethoden aktuell zu halten und damit die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands steigern zu können.

Mit der Vergabe von Preisen an verschiedenen Hochschulen in Deutschland wollen die IfKom die Arbeit von Studenten und Professoren sowie das Engagement von Hochschulen hervorheben. Die Vergabe eines IfKom-Preises im Hochschulbereich, wie jüngst in Leipzig, Ulm, Esslingen und Bonn-Rhein-Sieg, soll Anerkennung für die Preisträger und Vorbild für andere sein. Es müssen mehr junge Menschen dazu bewegt werden, ein Ingenieurstudium aufzunehmen, damit Deutschland seine Position in der technischen Entwicklung und im globalen Wettbewerb verbessert!

 

Dazu muss es den Hochschulen möglich sein, neben dem Bachelor- und Masterabschluss weiterhin einen Diplomgrad zu verleihen. Auch das Promotionsrecht muss allen Hochschulen mit wissenschaftlicher Ingenieurausbildung zugestanden werden. Als Bachelor, Master, Diplom-Ingenieur oder Dr.-Ing. sollen dem Absolventen mit wissenschaftlicher Ausbildung und Praxisnähe alle Türen offen stehen. Dafür stehen die IfKom – seit 90 Jahren!

 

In eigener Sache:

Die IfKom feiern mit einem Festakt am 18.10.2013 um 19.30 Uhr im Hotel Crowne Plaza Berlin City Centre das 90-jährige Bestehen des Verbandes. Die Festrede zum Thema "Regulierung 2.0?" hält Frau Dr. Iris Henseler-Unger, Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur. Pressevertreter sind herzlich willkommen, werden jedoch um vorherige Anmeldung unter der oben angegebenen Telefonnummer oder E-Mail-Adresse gebeten. Näheres unter www.ifkom.de.

 

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