Presseinfo

Sicherheit der Infrastrukturen muss erhöht werden – IfKom warnen vor Black out

04.02.2013

In allen Bereichen des täglichen Lebens ist unsere Gesellschaft zunehmend von der Zuverlässigkeit technischer Systeme abhängig. Energie, Wasser und Telekommunikation stehen uns in Deutschland meist ohne Unterbrechung zur Verfügung. Wie anfällig sind diese Infrastrukturen wirklich? Als am 21. Januar dieses Jahres in einem Technik-Gebäude in Siegen (NRW) ein Feuer ausbrach, fielen in der gesamten Region sowohl die Telefone als auch der Mobilfunk und das Internet aus.

Zwar verpflichtet das Telekommunikationsgesetz die Netzbetreiber dazu, ein Sicherheitskonzept zu erstellen und Vorkehrungen zur Sicherstellung der Verfügbarkeit zu treffen, aber nur, wenn der dafür erforderliche Aufwand in einem angemessenen wirtschaftlichen Verhältnis zur Bedeutung der zu schützenden Telekommunikationsnetze steht. Die Bundesnetzagentur fordert in ihrem Leitfaden für Sicherheitskonzepte erst für den Fall einer erheblichen Beeinträchtigung der Verfügbarkeit, entsprechende Notfallreserven vorzuhalten.

Nach Ansicht der IfKom gehören diese Regelungen auf den Prüfstand. Die Politik ist gefordert, nicht nur mit Begriffen wie „Kritische Infrastruktur“ zu arbeiten, sondern auch verantwortungsvoll zu handeln und die bestehenden Regelungen anzupassen. Der Schutz der Bevölkerung vor gravierenden Ausfällen der Infrastrukturen muss erhöht werden, und zwar ohne Wettbewerbsverzerrungen auszulösen.

Die Sensibilität für die Preisgabe persönlicher Daten und für die Gefahren im Internet ist rasch gestiegen. Nur über das eigentliche Funktionieren der Technik macht man sich zurzeit noch weniger Gedanken. Wir sollten nicht erst auf den großen Black out warten!

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