Rückblick

16. Ordentlicher Gewerkschaftstag der CGPT

12.09.2017

Die Christliche Gewerkschaft Postservice und Telekommunikation – CGPT – hielt vom 11.09. bis 13.09. im Bildungshaus St. Ulrich in Augsburg ihren Bundesgewerkschaftstag ab. Er stand unter dem Motto „Miteinander menschlich aktiv“. Das Programm umfasste die üblichen Regularien (Rechenschaftsbericht, Neuwahlen und Antragsberatung), aber auch die Feier aus Anlass des 60-jährigen Bestehens der Gewerkschaft. Zur Teilnahme an der Jubiläumsfeier waren der Verband der Ingenieure für Kommunikation, vertreten durch Bundesvorstandsmitglied Norbert Eckenweber sowie Gäste aus Frankreich, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz geladen.

Der Bundesvorsitzende der CGPT, Ulrich Bösl, hob in seinen Begrüßungsworten die Leitgedanken der Gewerkschaftsarbeit hervor: Freiheit, Menschenrecht und Menschenwürde, christliche Soziallehre, Solidarität und Subsidiarität. Er betonte die zentrale Aufgabe der Gewerkschaften, bei der Digitalisierung der Arbeitswelt „den Menschen mitzunehmen“.

Hochrangige Vertreter des öffentlichen Lebens und der für die Gewerkschaft zuständigen nationalen und europäischen Fach- und Spitzenorganisationen sprachen Grußworte, nämlich

  • Hansjörg Durz, MdB und postpolitischer Sprecher der CDU/CSU,
  • Andreas Hermes, Präsident der Bundesanstalt Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost,
  • Joachim Unterländer, MdL, Landesvorsitzender der Katholiken und der CSA (Christlich-Soziale Arbeitnehmerschaft),
  • Manfred Wiedener, FCG (Fraktion Christlicher Gewerkschaften in Österreich) und Vizepräsident der EUROFEDOP (European Federation of Public Service Employees),
  • Adalbert Ewen, stellvertretender Bundesvorsitzender des CGB (Christlicher Gewerkschaftsbund Deutschlands),
  • Tony Ilg, VdPV (Verband des Postvertriebspersonals) für befreundete Berufsverbände.

Die Präsidentin des Bayerischen Landtages, Frau Barbara Stamm, hielt den Festvortrag. Sie hob hervor, dass christliche Gewerkschaften heute wichtiger seien denn je. Ihre Grundsätze der Verpflichtung für das Gemeinwohl, der Nächstenliebe und der Ausrichtung auf das christliche Menschenbild (katholische Soziallehre und evangelische Sozialethik) seien unverzichtbar. „Die Wirtschaft soll sich darüber freuen, dass es christliche Gewerkschaften gibt.“ Es müsse nicht nur Wettbewerb auf Seiten der Unternehmer geben, sondern auch bei den Gewerkschaften. Es zeichneten sich neue Konflikte ab, nämlich die um soziale Ressourcen. Hier müssten christliche Werte zum Tragen kommen. „Die Menschen beobachten, ob es in unserem Land gerecht zugeht.“ Die Gewerkschaften dürften nicht die Angst der Menschen übersehen, bei der Digitalisierung abgehängt zu werden und nicht mithalten zu können. „Wir brauchen ein Regelwerk, welches sicherstellt, dass die Menschen in der Arbeitswelt nicht überfordert werden. Die Reparaturkosten eines reinen Gewinnstrebens in der Wirtschaft sind hoch.“ Es gelte vor allem, die Würde des Menschen zu wahren.

Die Festgäste dankten Frau Stamm mit anhaltendem Applaus. Die Veranstaltung schloss mit der Verleihung von Ehrenurkunden an drei verdiente Mitglieder der CGPT und einer Urkunde für den Bundesvorsitzenden Ulrich Bösl für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Gewerkschaft.

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v. l. n. r.: Tony Ilg (VdPV), Joachim Unterländer (MdL und CSA), Barbara Stamm (Präsidentin des Bayerischen Landtages), Ulrich Bösl (CGPT), Andreas Hermes (Präsident der BAnst PT) , Norbert Eckenweber (IfKom)
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