Rückblick

20. Pressemitteilung 2018 Herausgeber: IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V.

Hightech-Strategie der Regierung fördert Digitalisierung – nur nicht in der Verwaltung!

21.09.2018

Der Verband der Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) begrüßt die Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung. Es ist wichtig, Forschungsgelder und Forschungsschwerpunkte auf Zukunftsthemen zu konzentrieren, die auch die Digitalisierung voranbringen. Eine Hightech-Strategie für Deutschland hätte jedoch bei ganzheitlicher Betrachtung der Entwicklung unseres Landes und unabhängig von der Ressortzuständigkeit auch die Digitalisierung der Verwaltung betrachten müssen. Bürgerportale, die ihren Namen verdienen, elektronische Schnittstellen für Unternehmen, die dem Bürokratieabbau dienen und digitale Verwaltungsprozesse können auch Treiber für innovative Formen der Zusammenarbeit und höhere Akzeptanz der Digitalisierung sein. Diese Chancen sollten genutzt werden!

Aus Sicht der IfKom wird die Hightech-Strategie ihrem Anspruch durchaus gerecht. So soll Wissen stärker umgesetzt und somit den Menschen und der Wirtschaft Nutzen bringen. Ideen sollen schneller zu Innovationen gemacht werden können und exzellente Forschung den erforderlichen Transfer in die Anwendungen finden.

Begrüßenswert ist zudem die Erkenntnis, Bildung zu stärken und in Aus- und Weiterbildung zu investieren. Es wäre zu hoffen, dass die konkrete Umsetzung bereits angekündigter Projekte wie „Digitalpakt Schule“ nunmehr auch begonnen werden. Unverständlich ist es, wenn einzelne Ministerpräsidenten die Förderung vom Bund ablehnen, weil sie um ihre Einflussmöglichkeiten auf das Bildungssystem in ihrem Bundesland fürchten. Hier müssen sich Bund und Länder schnell einigen, damit junge Menschen davon profitieren können.

Die Hightech-Strategie 2015 verspricht die Stärkung der ressortübergreifenden Zusammenarbeit bei der Programmentwicklung und -umsetzung. Es müssen aus Sicht der IfKom alle Beteiligten, die etwas zum Gelingen beitragen könne, einbezogen werden. Dazu gehören die Bildungs- und Forschungseinrichtungen ebenso wie die Wirtschaft. Die Regierungsstrategie möchte Menschen und Unternehmen motivieren, sich am Innovationsgeschehen zu beteiligen und Innovationsfreude in Deutschland fördern. Das ist zu begrüßen. Mit einer schnelleren und effizienteren Umsetzung der Digitalisierungsvorhaben in den Verwaltungen und e-Government-Lösungen könnte der Staat mit gutem Beispiel vorangehen und Innovationen erleichtern.

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

Verantwortlich: Dipl.-Ing. Heinz Leymann, IfKom-Bundesvorsitzender

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