Rückblick

Gespräch mit der Geschäftsleitung: PSA soll kein Abstellgleis sein!

Gespräch mit der Geschäftsleitung: PSA soll kein Abstellgleis sein!

03.06.2003

Zum Personalabbau bei der Deutschen Telekom, der im Konzern bis Ende 2005 rund 35.000 Stellen in Deutschland betrifft, wurde die sog. Personalservice-Agentur (PSA) eingerichtet. Damit folgt die Deutsche Telekom dem Beispiel anderer krisengeschüttelter Telekommunikationsunternehmen. Das Clearingverfahren sieht vor, dass in der PSA der Deutschen Telekom alle Altersgruppen und Qualifikationen als Spiegelbild des Unternehmens vertreten sind. Es kann also auch einen leistungsstarken, gut qualifizierten und jungen Beschäftigten treffen, sich aus der PSA heraus neue berufliche Perspektiven suchen zu müssen. Im Gespräch mit den IfKom am 3. Juni 2003 zeigte sich der Leiter der PSA, Ulrich Senger, hinsichtlich der Vermittlungschancen optimistisch: "Es gibt noch immer ein Mangel an ausgebildeten Fachkräften. Unser Blick geht dabei über die TK und IT-Branche hinaus." Die PSA sei also kein Abstellgleis, sondern das Instrument des sozialverträglichen Umbaus der Deutschen Telekom. Dabei geht es sowohl um die konzerninterne wie externe Vermittlung von Beschäftigten. Als Beispiele für die externe Vermittlung von Beschäftigten nannte Senger Querschnittsbereiche wie Buchhaltung, Controlling oder Finanzmanagement. Für Ingenieure nannte er Beschäftigungsmöglichkeiten in der Elektrobranche bei mittelständischen Unternehmen. Zur Zeit sind 7.120 Beschäftigte in der PSA, davon werden 1.200 intern verliehen. Über die Zahl der betroffenen Ingenieure wird Senger den IfKom noch Zahlen liefern.

Qualifizierung mit den IfKom

Für die IfKom hängt der Erfolg der PSA von der Qualifizierungs- und Vermittlungsqualität ab. Die Betreuung der Beschäftigten in PSA wird von 200 Vermittlern wahrgenommen, die sich intensiv um die Betroffenen kümmern sollen. Die Vermittler sind an 40 Standorten verteilt. Es gibt neben der Zentrale fünf Regionalgeschäftsstellen. Die 40 Standorte dienen den Betroffenen auch als Anlaufpunkte für ihre Anliegen. Zur Zeit kann die PSA noch nicht in nennenswertem Umfang Erfolge vermelden. Für Senger ist die Eigeninitiative der Beschäftigten in PSA wichtig, wenn sie erfolgreich in neue Beschäftigungsverhältnisse gebracht werden sollen. Hierbei geht es auch um die Qualifizierung, die für eine neue Tätigkeit notwendig ist. "Wenn ein Vermittler feststellt, dass zur möglichen Aufnahme einer neuen Beschäftigung eine Qualifizierungsmaßnahme notwendig ist, die vom Beschäftigten gewünscht wird, dann wird sie auch mitfinanziert," so Senger. Die IfKom werden darauf ihr eigenes Qualifizierungskonzept ausrichten und mit der PSA weiter abstimmen.

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