Rückblick

IfKom fordern Spezialvermittler für Ingenieure in der PSA

Berufspolitik bei der Deutschen Telekom

22.07.2003

Die Arbeitsgruppe der IfKom zur Berufspolitik bei der Deutschen Telekom hat sich am 19. Juli 2003 erneut mit den drei wesentlichen aktuellen Handlungsfeldern beschäftigt:

    * die beabsichtigte Novelle des Postpersonalrechtsgesetzes,
    * die Personalservice-Agentur (PSA) bei der Deutschen Telekom und
    * die Bewertung von Beamtendienstposten nach NBBS.

Der IfKom-Bundesvorstand hat in mittlerweile zwei Schreiben an den Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Herrn Volker Halsch, auf die prekäre Branchensituation und den Kontext der beabsichtigten Novelle des Postpersonalrechtsgesetzes aufmerksam gemacht. Zur Zeit gibt es noch keinen neuen Entwurfsstand für einen Gesetzesentwurf. Dieses Thema wird momentan im BMF offensichtlich nicht nachdrücklich weiterverfolgt. Die IfKom wollen weiterhin dazu ein Gespräch mit dem BMF führen.

Wenn die Novelle des Postpersonalrechtsgesetzes so verabschiedet werden sollte, wie dies die Postunternehmen wünschen, dann ist auch eine Ausgründung der PSA bei der Deutschen Telekom in eine oder mehrere GmbHs möglich. Zur Zeit werden ca. 9.000 Beschäftigte in der PSA geführt. Weitere 15.000 werden in diesem Jahr noch aufgrund der T-Com-Reorganisation hinzukommen. Die tatsächliche Beschäftigung von PSA-Kräften soll überwiegend in konzerninterner Zeit- und Leiharbeit bestehen, die nicht hoch ist.

Für Ingenieure gibt es Ansätze, daß sie als Berufsschullehrer eine Tätigkeit mit Perspektive außerhalb des Telekom-Konzerns aufnehmen können. Hierzu sind von Seiten der PSA Vorsondierungen mit Bundesländern erfolgt. Interessierte Ingenieure sollten hierüber mit der PSA sprechen. Wichtig ist immer, dass sich die PSA-Kräfte eigeninitiativ um Beschäftigung bemühen.

Den Wechsel in der PSA-Geschäftführung möchten die IfKom dazu nutzen, Spezialvermittler für Ingenieure in der PSA zu fordern, die die besonderen Belange von Ingenieuren besser beurteilen und einschätzen können. Dies werden die IfKom dem neuen Leiter der PSA, Dietmar Welslau, vorschlagen. Die Übertragung des neuen Bewertungs- und Bezahlungssystems (NBBS) auf die Beamtenbewertungen von Dienstposten hat vielfach zu unterwertigen Beschäftigungen geführt. Das ist vielfach nicht zu akzeptieren! Gerade in großen Betriebsressorts müssen vermehrt Positionen nach T 8 bewertet werden, um auch jungen Ingenieuren eine Perspektive zu bieten. Hierfür werden sich die IfKom in Gesprächen mit dem Unternehmen einsetzen.
    
   

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