Rückblick

IfKom für die Weiterentwicklung und den Ausbau der Versorgung mit Breitband-Internet in Deutschland

IfKom für die Weiterentwicklung und den Ausbau der Versorgung mit Breitband-Internet in Deutschland

02.05.2005

Anlässlich seiner Sitzung am 18.04.2005 hat sich der RegTP-Beirat mit der Ausbausituation der DSL-Infrastruktur und der Versorgung mit Breitband-Internetzugängen in Deutschland befasst und dazu einen Bericht der T-Com entgegen genommen. Der Beirat begrüßte die Anstrengungen der T-Com, die DSL-Verfügbarkeit weiter zu verbessern. Nach Angaben des Unternehmens konnte T-Com die DSL-Verfügbarkeit der Festnetzkunden im vergangenen Jahr von 90 auf 91 Prozent steigern. Ende 2004 war die DSL-Technologie damit in 6.687 von 7.904 Anschlussbereichen verfügbar. Gleichzeitig äußerte der Beirat jedoch seine Besorgnis darüber, dass Deutschland bei der Durchdringung mit Breitband-Internetanschlüssen nicht an der Spitze liegt. Es müsse daher das gemeinsame Ziel von Bund und Ländern sein, Deutschland zu einem führenden Standort für breitbandige Internetanschlüsse und -dienste zu machen. Dies gelte sowohl für eine bessere Versorgung bisher nicht anschließbarer Gebiete als auch für eine deutliche Erhöhung der Nutzerzahlen in bereits angeschlossenen Bereichen.

IfKom für Weiterentwicklung und Ausbau

Die IfKom sprechen sich ebenfalls klar für die Weiterentwicklung und den Ausbau der Versorgung mit Breitband-Internet in Deutschland aus. Der schnelle Internetzugang ist eine konsequente Weiterentwicklung für die Informationsbeschaffung im World Wide Web. Er bietet die Grundlage für zahlreiche Möglichkeiten zur Kommunikation und Information des Einzelnen. Der Ausbau der Breitbandnetze gewinnt hierzulande eine immer größere volkswirtschaftliche Bedeutung. Inzwischen gibt es bei uns ungefähr sieben Millionen DSL-Anschlüsse. Damit stellt DSL den dominanten Breitbandzugang in Deutschland dar.

Harter Wettbewerb auf dem DSL-Markt

Neben dem Markt für DSL als Breitbandzugangstechnik hat sich in Deutschland inzwischen ein harter Wettbewerb starker Internet Service Provider entwickelt. Besonders in den Ballungszentren gibt es einen harten Konkurrenzkampf, der zu stark sinkenden Preisen führt.

Die Voraussetzung für die DSL-Technik sind in Deutschland dabei sehr günstig: Das Kupferkabelnetz ist qualitativ hochwertig, die Leitungen zu den Kunden sind vergleichsweise kurz. Damit ist die Leitungsqualität für die letzte Meile optimal für DSL. Darüber hinaus verfügt man hierzulande über eine große Erfahrung mit der Mehrfachausnutzung der Kupferdoppelader hin zum Kunden. ISDN, das in Deutschland weit verbreitet ist, stellt hinsichtlich der Mehrfachausnutzung des Kupferkabels eine Vorstufe zu DSL dar.

Breitbandinternet & Politik

In der Zwischenzeit hat auch Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement seine Sympathie für das Breitbandangebot entdeckt und will einen Breitbandatlas herausgeben. Er bemängelt, dass auch das TV-Kabel einen Zugang zum Breitbandinternet bietet, obwohl das Kartellamt diese Entwicklung mehrfach blockiert hat.

Resümee

Kurz gesagt - es gibt in Deutschland bislang noch keine wirkliche Industriepolitik für den Zugangsbereich. Damit ist es letztendlich auch kein Wunder, dass es bei uns noch keinen nennenswerten Herstellerwettbewerb für die DSL-Technik gibt. Die IfKom fordern daher für eine schnelle Verbesserung der derzeitigen Situation dringend die schnelle und effektive Kooperation aller beteiligten Seiten. Ebenso ist daneben auch die steuernde Kraft der RegTP verstärkt gefordert.

Reaktionen aus dem Netz

Portel.de:
http://www.portel.de/news/view_redsys_artikel.asp?id=6492
09.05.2005
IfKom pro Breitband-Internet
Grundlage für zahlreiche Möglichkeiten zur Kommunikation und Information

Bonn, 09.05.05-15:53 – Anlässlich seiner Sitzung am 18.04.2005 hat sich der RegTP-Beirat mit der Ausbausituation der DSL-Infrastruktur und der Versorgung mit Breitband-Internetzugängen in Deutschland befasst und dazu einen Bericht der T-Com entgegen genommen. Der Beirat begrüßte die Anstrengungen der T-Com, die DSL-Verfügbarkeit weiter zu verbessern. Nach Angaben des Unternehmens konnte T-Com die DSL-Verfügbarkeit der Festnetzkunden im vergangenen Jahr von 90 auf 91 Prozent steigern. Ende 2004 war die DSL-Technologie damit in 6.687 von 7.904 Anschlussbereichen verfügbar. Gleichzeitig äußerte der Beirat jedoch seine Besorgnis darüber, dass Deutschland bei der Durchdringung mit Breitband-Internetanschlüssen nicht an der Spitze liegt. Es müsse daher das gemeinsame Ziel von Bund und Ländern sein, Deutschland zu einem führenden Standort für breitbandige Internetanschlüsse und -dienste zu machen. Dies gelte sowohl für eine bessere Versorgung bisher nicht anschließbarer Gebiete als auch für eine deutliche Erhöhung der Nutzerzahlen in bereits angeschlossenen Bereichen.

Die IfKom sprechen sich ebenfalls klar für die Weiterentwicklung und den Ausbau der Versorgung mit Breitband-Internet in Deutschland aus. Der schnelle Internetzugang ist eine konsequente Weiterentwicklung für die Informationsbeschaffung im World Wide Web. Er bietet die Grundlage für zahlreiche Möglichkeiten zur Kommunikation und Information des Einzelnen. Der Ausbau der Breitbandnetze gewinnt hierzulande eine immer größere volkswirtschaftliche Bedeutung. Inzwischen gibt es bei uns ungefähr sieben Millionen DSL-Anschlüsse. Damit stellt DSL den dominanten Breitbandzugang in Deutschland dar.

Neben dem Markt für DSL als Breitbandzugangstechnik hat sich in Deutschland inzwischen ein harter Wettbewerb starker Internet Service Provider entwickelt. Besonders in den Ballungszentren gibt es einen harten Konkurrenzkampf, der zu stark sinkenden Preisen führt.
Die Voraussetzung für die DSL-Technik sind in Deutschland dabei sehr günstig: Das Kupferkabelnetz ist qualitativ hochwertig, die Leitungen zu den Kunden sind vergleichsweise kurz. Damit ist die Leitungsqualität für die letzte Meile optimal für DSL. Darüber hinaus verfügt man hierzulande über eine große Erfahrung mit der Mehrfachausnutzung der Kupferdoppelader hin zum Kunden. ISDN, das in Deutschland weit verbreitet ist, stellt hinsichtlich der Mehrfachausnutzung des Kupferkabels eine Vorstufe zu DSL dar.

In der Zwischenzeit hat auch Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement seine Sympathie für das Breitbandangebot entdeckt und will einen Breitbandatlas herausgeben. Er bemängelt, dass auch das TV-Kabel einen Zugang zum Breitbandinternet bietet, obwohl das Kartellamt diese Entwicklung mehrfach blockiert hat.

Kurz gesagt - es gibt in Deutschland bislang noch keine wirkliche Industriepolitik für den Zugangsbereich. Damit ist es letztendlich auch kein Wunder, dass es bei uns noch keinen nennenswerten Herstellerwettbewerb für die DSL-Technik gibt. Die IfKom fordern daher für eine schnelle Verbesserung der derzeitigen Situation dringend die schnelle und effektive Kooperation aller beteiligten Seiten. Ebenso ist daneben auch die steuernde Kraft der RegTP verstärkt geforder

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