Aktuelles
02.03.2024 Moschee in Köln
Der IfKom Bezirk Köln und die DFK Regionalgruppe Köln laden Sie ein zu einer
Führung durch die Kölner Zentralmoschee
Datum: Sonnabend, 02.03.2024 um 10:30 Uhr
Beginn der Führung: 11:00 Uhr, Dauer: ca. 1 Stunde
Kosten: Der Besucherservice der DITIB wird über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Deshalb wird um eine Spende gebeten. Wr würden eine Spende in Höhe von 5 € pro Teilnehmer für angemessen halten. Den Betrag werden wir vor Ort einsammeln.
Treffpunkt: Venloer Straße 160, Moschee-Platzffläche, erreichbar über die Freitreppe.
Einzelheiten siehe Orientierungsplan. Die Tiefgarage ist gegen Entgelt nutzbar.
Öffentliche Verkehrsmittel:
• RE/MRB ab Hbf. bis Bahnhof West, fußläufig ca. 7 Minuten
• U5 ab Hbf. bis Hans-Böckler-Platz, fußläufig ca. 7 Minuten
• U3 oder U4 bis Piusstraße, fußläufig ca.4 Minuten
Hinweise Gebetssaal: Es wird um angemessene Kleidung gebeten.
• Beine bis unter das Knie bedecken, Dekolleté und Schultern ebenso.
• Beim Betreten des Gebetssaals werden weibliche Gäste um Kopfbedeckung mit Schal oder Kopftuch gebeten.
• Möglichst einfach auszuziehende Schuhe für den Moscheebesuch benutzen. Das Tragen von Socken bzw. Strümpfen ist aus hygienischen Gründen verpflichtend, um den Gebetssaal zu betreten.
• Rucksäcke, Reisetaschen, Koffer u. ä. sind im Gebetssaal nicht gestattet.
Das bauliche Bild der Moschee zeigt heute jene gemäßigte Modernität, die ihr Äquivalent im gerade beginnenden Modernisierungsprozess des Islam in Deutschland hat. Die imposante, aus gestaffelten Sichtbetonschalen zusammengesetzte 36,5 m hohe Kuppel formt in ihrem Zentrum die Gebetsräume aus, die etwa 2000 Gläubigen Platz bieten. Sie umschließt sie jedoch nicht fest, sondern öffnet sie über klar verglasten Fugen nach außen. Mit drei Baukörpern im Norden und Nordosten umfasst der Kuppelbau einen erhöht gelegenen zentralen Platz, der über großzügige Freitreppen an der Venloer Straße und an der Inneren Kanalstraße erschlossen wird. Die Nutzungen sind vielfältig. Neben Ladenlokalen, einer Bibliothek, Seminarräumen, Tiefgarage und einem weiteren großen Vortragssaal wurden Büroflächen zur Fremd- und Eigennutzung geplant. Eine gemeinsame Eingangstür zur Moschee für beide Geschlechter manifestiert die vorsichtige Modernisierung im Detail.
2006 gewann das Kölner Architektenbüro Paul Böhm den Wettbewerb für den Moscheenbau. 2008 erteilt die Stadt Köln die Baugenehmigung und Ende 2009 erfolgte die Grundsteinlegung. Seit Herbst 2011 ist das Büro Böhm nicht mehr am Bau der Moschee beteiligt. Er hat aber weiter gemacht und als Berater andere begleitet, die seinen Entwurf fertig bauen sollten. Die Gestaltung des Gebetssaals war nie Teil des Vertrags mit Böhm. Diese sensible Aufgabe sollte nicht der deutsche Architekt, sondern ein auf den Ausbau von Moscheen spezialisierter moslemische Künstler übernehmen. Geschafft hat es nach dem Scheitern eines türkischstämmigen Kölner Architekten, schließlich der Bauingenieur Selim Mercan, selbst Mitglied des DITIB-Vorstandes. Im Juni 2017 fand das erste Freitagsgebet im Kuppelsaal statt. Ob nun mit vielen Gläubigen gefüllt oder nur einem einzelnen, der still sein Gebet verrichtet, hat dieser helle weite Raum eine einzigartige Wirkung. Licht und Schatten überschreiben mit ihrem flüchtigen Spiel das Liniennetz der Ornamente, das die Schalen auskleidet. Die Lücken füllen Streifen der Stadt, Bäume und der Himmel. Vielleicht ist es gerade diese Mischung aus deutscher Klarheit und orientalischem Überschwang, die den Kuppelsaal so besonders machen.
Anmeldung bitte bis zum 24.02.2024
per E-Mail an christian.scharlach@t-online.de oder
telefonisch unter der Mobilrufnummer 0171 267 00 24 (Die Sprachbox und der E-Mail-Account werden regelmäßig abgefragt.)
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Ihr Kölner IfKom-Veranstaltungsteam