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BESUCH IM DEUTSCHEN VERPACKUNGSMUSEUM
Eine sehr interessante Exkursion des IfKom-Ortsverbands Heidelberg führte dieser Tage ins Deutsche Verpackungs-Museum in Heidelberg. Es ist ein kulturgeschichtliches Spezialmuseum und besteht seit dem Jahr 1997. Indem es ausschließlich die Kulturleistung von Verpackung darstellt, ist es das erste und einzige Museum seiner Art. Es befindet sich in einer restaurierten „Nothkirche“ aus dem 19. Jahrhundert in einem Innenhof der Hauptstraße in der Heidelberger Altstadt. Wir hatten eine Führung bei Museumsleiter Schmidgall gebucht, die dieser sehr kurzweilig gestaltete und uns in etwa 80 Minuten besondere Schwerpunkte und exklusive Einzelstücke näher erläuterte.
In der Dauerausstellung werden über 1.000 Verpackungen bekannter Marken aus unterschiedlichen Epochen und ihre historische Entwicklung gezeigt. Daneben stellt das Museum auch detailgetreue Kinderkaufläden aus dem 19. und 20. Jahrhundert und Steingut-Krüge für Mineralwasser aus dem 18. Jahrhundert aus. Eine viel beachtete Rarität ist auch eine schön gestaltete Zigarettendose, welche exklusiv für den Bordverkauf der Titanic hergestellt wurde und von einem der Überlebenden der Katastrophe stammt.
Auch zur aktuellen Sonderausstellung unter dem Titel: "Vom Bauhaus ins Kaufhaus: Die Neue Typographie und ihr Einfluss auf das Markendesign" hatte er viele Informationen in petto. Diese geht der Frage nach, wie auch das Marken- und Verpackungsdesign vom Bauhaus beeinflusst worden ist. An Beispielen bekannter Produkte wie der blauen Nivea-Creme-Dose oder dem Bahlsen-Keks waren im Laufe von fast einem Jahrhundert sehr viele Änderungen erkennbar, aber bestimmte Signets wie der Nivea-Schriftzug blieben unverändert.
Unsere 15-köpfige Ifkom-Gruppe bedankte sich bei Herrn Schmidgall mit viel Applaus. Anschließend machten viele noch einen Rundgang auf eigene Faust durch das kleine schnucklige Museum. Neben Heidelberger Kollegen waren auch drei Personen aus der Karlsruher OV mit dabei.
Da das Museum erst nachmittags öffnete, hatten sich die meisten Teilnehmer bereits vorher zu zum Mittagessen und einer lockeren Gesprächsrunde im Biergarten der Gaststätte „Hemmingways“ am Neckarstaden getroffen.
Teilnehmer
